Blog,  HIT-Wissen & Tipps

Was ist eine Histamin-Intoleranz?

Was ist eine Histamin-Intoleranz?

Histamin-Intoleranz bedeutet, dass histaminhaltige oder Histamin freisetzende Nahrungsmittel körperliche Symptome auslösen. Die Symptome einer HIT sind vielfältig und sehr individuell. Magen-Darm Probleme, Asthma, Nebenhöhlenentzündung, Ausschlag, Juckreiz, Wassereinlagerungen, Erschöpfung, Schlafstörungen, Schwindel, Migräne und auch Depressionen können ein Zeichen für eine Histamin-Intoleranz sein. Weshalb die Symptomatik und Ausprägung so unterschiedlich sind, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

Histamin-Intoleranz-Symptome

Histamin-Intoleranz ist keine Allergie!

Histamin-Intoleranz ist zwar keine Allergie, wird aber durch die allergieähnlichen Beschwerden als Pseudoallergie bezeichnet.
Histamin-Intoleranz wird auch als Histaminose bezeichnet, was eigentlich, wie ich finde, der treffendere Ausdruck ist. Denn zu einer Histaminose kommt es, wenn der Histamin-Spiegel im Körper zu hoch ist.

Wie kommt es zu einem zu hohen Histaminspiegel?

Es gibt drei mögliche Ursachen, die das Histamin-Fass überlaufen lassen.

  1. Zu viele histaminhaltige Lebensmittel
    Lebensmittel, die viel Histamin enthalten, wie z.B. Rotwein, lange gereifter Käse, fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Fisch, der nicht mehr ganz frisch ist, lassen den Histamin-Spiegel ansteigen. Auch gesunde Menschen können Probleme damit bekommen wenn z. B. verdorbener Fisch gegessen wurde, entsteht durch den hohen Histamin-Wert eine Lebensmittelvergiftung.
  2. Histaminliberatoren
    Dazu zählen Lebensmittel, die die Ausschüttung von körpereigenem Histamin anregen. Diese Lebensmittel enthalten in der Regel kaum Histamin, werden aber trotzdem nicht vertragen. Dazu zählen, unter anderem, Erdbeeren und Tomaten, Zitrusfrüchte, Kakao und Alkohol.
  3. DAO-Abbaustörung
    DAO (Diaminoxidase) ist ein Enzym, das im Darm für den Abbau von Histamin verantwortlich ist. Ist die Enzymaktivität gestört, kommt es zwangsläufig zu einem Histamin anstieg.
    Die Ursache für eine gestörte Aktivität von Diaminoxidase ist vielfältig. Medikamente wie z.B. Psychopharmaka oder Schmerzmittel, chronische Darmentzündungen, hormonelle Störungen etc. mehr dazu findest du hier.


Diagnostik und Behandlung der Histamin-Intoleranz

Der Weg bis zur Diagnose ist für viele Betroffene oft lang und frustrierend. Durch die Vielfalt und Individualität der Symptome wird oft nach anderen möglichen Ursachen geforscht. Wer den Verdacht hat, dass seine Symptome mit der Nahrung zusammen hängen, kann selbst versuchen durch eine Eliminationsdiät seine Situation zu verbessern und damit Rückschlüsse auf eine mögliche HIT ziehen.
Meiner Meinung nach ist es am besten den Hausarzt darauf anzusprechen, wenn man die Vermutung hat an einer Histamin-Intoleranz zu leiden oder gleich bei einem Allergologen vorzusprechen.
Als ich bei der Allergologin das Thema angesprochen habe, hat sie mich nicht für voll genommen, aber trotzdem das Blut auf Histamin-Intoleranz und Zöliakie untersucht. Natürlich hat mich ihr Verhalten geärgert, aber ich habe mich nicht beirren lassen. Lasst euch also nicht abwimmeln, sondern wechselt lieber den Arzt.
Als meine Befunde dann vorlagen, war es der Frau Doktor ziemlich peinlich mich nicht ernst genommen zu haben. 😉

Behandelt wird eine Histamin-Intoleranz in erster Linie durch das Weglassen histaminhaltiger Lebensmittel und den Histaminliberatoren (Eliminationsdiät). Außerdem sollten Medikamente, die man regelmäßig oder gelegentlich einnimmt, hinterfragt werden, ob sie den Histaminabbau behindern. Auch da weiß nicht jeder Arzt aus dem Stegreif Bescheid und es ist Eigeninitiative gefragt.
Bitte nicht falsch verstehen, ich mache hier keinem Arzt einen Vorwurf. Es ist leider Fakt, dass die Ernährung in der Allgemeinmedizin (noch) keine große Rolle spielt. Meiner Meinung nach sollte sowieso jeder Patient aktiv und eigenverantwortlich handeln und so zu einer optimalen Behandlung beitragen.

Bitte bedenke, ich habe keine medizinische Ausbildung und kann hier nur meine eigenen Erfahrungen und das Wissen, das ich mir selbst erarbeite, weitergeben!

Wenn dir der Beitrag gefallen, vielleicht sogar weiter geholfen hat oder du konstruktive Kritik zum Thema hast, freue ich mich über einen Kommentar.

Herzlichst,
deine Marion

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: